CPL. Handball THW Kiel-SG Flensburg-Handewitt

janitu
Also

Ich War beim CPL* handball in kiel und habe in der ostseehalle mit gefiebert
da das spiel THW-SG ein alter klassiker ist war es natürlich suuuuuper spannend
das endergebnis war 29:27 (15:10) ich habe und da ich ein grosser THW fan bin Freue ich mcih suuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuper weil Der pokal IN KIEL IST
folgendes habe ich noch herausgefunden

*******quelle:http://www.thw-provinzial.de/thw/07042921.htm************

L, Finale, Rückspiel: 29.04.2007, So., 17.30: THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt: 29:27 (15:10)


Endlich! Auf diesem Pokal steht seit dem 29. April 2007 auch der Name THW Kiel!



"Zeit für Heldentaten" hatte das offizielle Hallenmagazin des THW Kiel vor dem Anpfiff des Final-Rückspiels gegen die SG Flensburg-Handewitt gefordert. Das Publikum und der dezimierte Kader der Zebras taten, wie gewünscht. Am Ende reckte THW-Kapitän Stefan Lövgren, der sich zur Überraschung aller einsatzfähig gemeldet hatte, den überdimensionalen Siegerpokal gen Hallendecke: Der THW Kiel hat es geschafft, der THW Kiel ist zum ersten Mal in seiner titelträchtigen Vereinsgeschichte auf Europas Thron geklettert, der THW Kiel ist Champions League Sieger 2007!

Zwischen grenzenlosem Anpfiff und grenzenlosen Jubel lagen sechzig Minuten, in denen den Zebras noch einmal alles abverlangt wurde. Erst als Kim Andersson sechs Sekunden vor dem Abpfiff zum 29:27 (15:10) traf, kannte der Jubel keine Schranken mehr.

Prickelnd, prickelnder - Champions League-Finale! Schon weit vor dem Anpfiff herrschte eine grandiose Stimmung im total ausverkauften Rund der Ostseehalle, die ihren ersten Höhepunkt erlebte, als Stefan Lövgren im Trikot die Platte betrat. Dieses Spiel wollte sich der Kapitän auf gar keinen Fall entgehen lassen, nahm dafür die starken Schmerzen seiner Verletzung in Kauf.

Und der THW hatte begriffen, ging schnell mit 3:0 in Führung. Wie schon im Hinspiel waren Christian Zeitz und Nikola Karabatic die Motoren, die das THW-Angriffsspiel ankurbelten. Auf Flensburger Seite hielt Lijewski seine Farben mit wuchtigen Würfen im Spiel. Bis auf 4:5 und 7:8 verkürzten die Gäste, die gegen eine aggressive und schnelle THW-Abwehr mit einem tollen Thierry Omeyer dahinter aber ihre Probleme hatten. Dann der Schock für die SG: Zeitz ging in einen Zweikampf mit Boldsen, der sich gegen den quirligen Kieler "Ersatz"-Mittelmann nur mit einem Griff an den Hals wehren konnte. Das ansonsten klasse pfeifende Unparteiischen-Gespann Baum/Goralczyk zögerte keinen Moment, und zeigte dem SG-Mittelmann die Rote Karte. Eine harte Bestrafung, doch offenbar wollten die Schiedsrichter früh klar machen, dass für Nickeligkeiten kein Platz in diesem Finale war. Den Flensburger Schock-Zustand nutzten die aufopferungsvoll kämpfenden Kieler eiskalt: Acht Minuten ließen die Defensive und Omeyer keinen Ball ins schwarz-weiße Tor, während Zeitz und Karabatic im Wechsel auf 12:7 (27.), nach Ablauf der 30 Minuten erzielte Kim Andersson mit einem rotzfrechen Siebenmeter-Heber den 15:10-Halbzeitstand - die Ostseehalle stand Kopf.

Mahnende Stimmen erinnerten aber immer wieder an das DHB-Pokal-Halbfinale, in dem Flensburg in der zweiten Halbzeit den Kieler Vorsprung pulverisierte. Zunächst sah es auch danach aus, dass die SG heran kommen könnte. Zwei schnelle Tore von Vranjes und Jensen sorgten wieder für Spannung, doch die Zebras wollten nicht klein beigeben. Angepeitscht von einem Publikum, das fortan jede eventuell noch vorhandene Zurückhaltung ablegte, erhöhte Klein per Tempogegenstoß wioeder auf 17:12 (24.). Doch die SG war im Spiel, nutzte sich nun einschleichende Flüchtigkeitsfehler im Kieler Angriff mit drei Kontern zum 15:17 (38.), die Dramatik nahm zu. Auch zwei Karabatic-Geschosse zum 22:17 (45.) bedeuteten keine Vorentscheidung. Die letzte Viertelstunde des Spiels war längst angebrochen, Beutler für für den guten Holpert ins Flensburger Tor beordert worden. Zwei direkt aufeinander folgende Siebenmeter-Heber von Eggert brachten die Gäste wieder auf Tuchfühlung, die spätestens beim 24:26 durch Lijewskis Kullertor zum heißen Atem für die Kieler wurde (55.). Der THW hatte Pech mit Holztreffern, Karabatics Hammer ging knapp am Tor vorbei. Flensburg war am Drücker, fand seinen Meister aber in der Kieler Abwehr und einem gerade in dieser Phase überragenden Thierry Omeyer. Doch auch dieser konnte nicht verhindern, dass nach Kleins Zwei-Minuten-Strafe und Zeitz' roter Karte der THW die letzten Sekunden in doppelter Unterzahl bestreiten musste.

Längst hatte die SG auf eine offene Manndeckung umgestellt, durch Vranjes den Rückstand 24 Sekunden vor Ende auf 27:28 verkürzt - noch ein Flensburger Tor und es hätte ein Siebenmeterwerfen gegeben. Serdarusic nahm eine Auszeit, wollte seine Spieler für die letzten 13 Sekunden einstimmen. Karabatic auf Lundström, der kurz gedribbelt, den freien Kim Andersson angespielt, der eiskalt gegen Beutler vollstreckte - der Rest war unglaublicher Jubel für eine Mannschaft, die es trotz aller Widrigkeiten durch einen enormen Energieeinsatz geschafft hat, den lang gehegten Kieler Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Kiel hat neue Helden! Kiel hat Omeyer, M. Andersson, Fritz, Linders, Xepkin, K. Andersson, Lundström, Kavticnik, Lövgren, Zeitz, Karabatic, Klein, Jeppesen, Szilagyi und Ahlm!



Stimmen zum Spiel:
THW-Trainer Noka Serdarusic:Zvonimir Serdarusic Noka ist sein spitzname

Ich hätte nie gedacht, dass wir dieses Ziel mit unserem dezimierten Kader erreichen können. Meiner Mannschaft zolle ich das größte Kompliment, was man aussprechen kann. Insbesondere bedanke ich mich natürlich bei Andrei Xepkin, der sich mit seinen bald 42 Jahren in den Dienst der Mannschaft gestellt hat - und das mit vollem Herzen.

SG Trainer Kent Harry Andersson:

Ich gratuliere dem THW Kiel zum Titel. Der THW war einfach die bessere Mannschaft am heutigen Tag.

Andrei Xepkin:

Ich bedanke mich bei Noka für sein Vertrauen. Dies bedeutet mir sehr viel, zumal ich eineinhalb Jahre nicht gespielt habe. Es ist nicht normal, dass eine Mannschaft mit sovielen Verletzten solch ein Spiel gewinnt. Das ist der größter Moment in meinem Leben - und das größte Geschenk zu meinem 42. Geburtstag. War mein Herz bisher rot-blau gefärbt, so ist seit heute ein großer Streifen schwarz-weiß. Ich bedanke mich bei diesem professionellen Klub und insbesondere bei Uwe Schwenker. Wenn mir vor drei Monaten jemand gesagt hätte, ich würde heute die Champions League gewinnen, hätte ich ihn für betrunken gehalten.

Christian Zeitz:

Die Szene in der 19. Minute war ein ganz normales Foul. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Boldsen wäre ausreichend gewesen. Die Schiedsrichter haben aber anders entschieden. Jetzt freue ich mich über den Sieg, schließlich hat Kiel seit etlichen Jahren auf diesen Titel gewartet. Getrunken wird heute alles, was betrunken macht!




Champions League, Finale: 29.04.07, So., 17.30: THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt: 29:27 (15:10)

THW Kiel
Omeyer (1.-60., 16 Paraden), M. Andersson (n.e.); Linders (2), Xepkin, K. Andersson (5/3), Lundström (1), Kavticnik (4), Lövgren (n.e.) Zeitz (7), Karabatic (9/1), Klein (1); Trainer: Serdarusic

Logo SG Flensburg-Handewitt:
Beutler (44.-60., 2 Paraden), Holpert (1.-44., 13 Paraden); Lackovic (3), Nielsen, Eggert (4/3), Jensen (1), Christiansen (2/2), Vranjes (3), Johannsen (4), Stryger, Lijewski (6), Boldsen (2), Lauritzen, Knudsen (2); Trainer: Andersson

Schiedsrichter:
Miroslaw Baum / Marek Goralczyk (POL)

Zeitstrafen:
THW: 2 (Linders (47.), Klein (59.));
SG: 2 (Knudsen (23.), Eggert (55.))

Rote Karten:
THW: Zeitz (Foulspiel, 60.);
SG: Boldsen (Dreifaches Foulspiel, 19.)

Siebenmeter:
THW: 5/4 (Holpert hält Karabatic (6.));
SG: 5/5

Spielfilm:
1. Hz.: 3:0 (4.), 4:1, 5:2 (9.), 5:4 (11.), 7:4 (14.), 8:5, 8:7 (17.), 12:7 (27.), 13:8, 14:10 (30.), 15:10 ;
2. Hz.: 15:12 (33.), 17:12, 17:15 (38.), 19:16, 20:17 (41.), 22:17 (45.), 22:19, 23:20 (49.), 25:21 (51.), 26:22 (54.), 26:24 (55.), 27:25 (59.), 28:26 (60.), 28:27 (60.), 29:27.

Zuschauer:
10250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)





*:Champions league